Das französische Schulsystem
Das französische Schulsystem vom Kindergarten bis zum Abi war ein Thema meines
Praktikums im Juli 2006. Gewohnt habe ich bei der Familie Mesny in Chavenay,
die mich sehr freundlich aufgenommen hat und es mir an den Wochenenden ermöglichte,
Sehenswürdigkeiten der Region, von Paris und Versailles kennen zu lernen.
Während der ersten anderthalb Wochen erhielt ich einen Eindruck des Ablaufes in einer
„école maternelle“. Mit den Erziehern bereitete ich die Gegenstände
eines kompletten Lehrjahres auf und lernte so die Lerninhalte eines französischen
Kindergartens kennen. Die Kinder können den ganzen Tag betreut werden, sodass auch
beide Eltern arbeiten können. Von neun bis sechzehn Uhr besuchen sie die Schule,
wo sie in der Kantine zu Mittag essen. Für die jüngeren ist eine anschließende
Ruhe vorgesehen. Vor und nach dem Unterricht werden die Kinder auf Wunsch der
Eltern in der Kindertagesstätte „La Ruche“ betreut. Dort habe ich die
verbleibende Zeit meines Aufenthalts verbracht.
Die Tagesstätte kümmert sich während der Schulzeit um Hausaufgabenbetreuung und eine
sinnvolle Freizeitgestaltung der Kinder. Während der Ferien gibt es ein ausgewogenes
Freizeitprogramm aus Spiel, Spaß und Sport, das ich mitbetreute. Alle zwei Wochen
wird mittwochs ein Ausflug, zum Beispiel in den Zoo, gemacht. Jeden Tag werden
den Kindern verschiedene Möglichkeiten angeboten, sie können basteln, spielen,
oder es werden kleine Wettbewerbe veranstaltet.
Die Arbeit mit den Kindern hat mir viel Spaß gemacht, mich manchmal staunen lassen
und meine Sprachkenntnisse verbessert. Dank allen, die mir die Chance gaben,
Erfahrungen in Frankreich zu sammeln.
Übrigens schon Anfang August hat uns die Familie Mesny besucht. In der Eifel verbrachten
wir drei unterhaltsame Tage zwischen Vulkankratern und Maaren. Aus dem ersten Kennenlernen
ist ein familiärer Kontakt entstanden, den unsere Familie gerne pflegen möchte.
Lea van Issum
Weitere Beiträge der 7.
Ausgabe 2006
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Familien van Issum und Mesny in Chavenay
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