Partnerschaft Rösrath - Pays de Gallie
Rückblick 2003
Im 6. Jahr des Bestehens der Partnerschaft zwischen Rösrath und dem Pays de Gallie,
ein paar Autominuten entfernt von
Paris und Versailies, fanden auch in 2003 zahlreiche Begegnungen statt mit einer
Vielfalt an Programm und Menschen. Hier nun eine Zusammenfassung: Mit den Schulen fing es an.
Die Freiherr-vom-Stein-Schule in Rösrath und das College
Jean Monnet in Feucherolles waren die Wegbereiter der heutigen Partnerschaft.
Und so liegt der regelmäßige gegenseitige Schüleraustausch in der Tradition der
Beziehungen mit dem Pays de Gallie. Vom 6.-13. März waren Schüler des College zu
Gast in Rösrath. vom 6.-13. Mai fand der Besuch der Klasse 6c des bilingualen
Zweiges unter der Leitung von Frau Regnier in Feucherolles statt. Neben
gemeinsamen Unterrichtsstunden wurde natürlich auch ein abwechslungsreiches
Besuchsprogramm absolviert. Hauptanliegen des Austausches ist das Kennenlernen
des jeweils gegenseitigen Schul- und Alltagslebens.
Die Jugend am Ball
Ein Klassiker in der Begegnung der Jugend ist das Fußball-Pfingstturnier des TVH
in Hoffnungsthal, an dem im Vorjahr insgesamt 12 Mannschaften der D-Jugend
teilgenommen haben. St. Nom La Breteche war mit 2 Teams vertreten. Eine Bootstour
auf dem Rhein in Köln und ein Ausflug ins Phantasialand rundeten den Besuch unserer
jungen französischen Gäste ab.
Begegnung von Kunst und Künstlerinnen
Das Thema Kunst hat innerhalb der Partnerschaft zunehmend an Präsenz und Bedeutung gewonnen.
Die 24. Ausstellung Rösrather Künstler vom 12.-29. Juni im Haus Eulenbroich stellte
mit Chantal Massot und Beatrice Soiron 2 Künstlerinnen aus dem Pays de Gallie
und eine Auswahl ihrer Werke vor. Aus derartigen Begegnungen sind mittlerweile
persönliche Beziehungen und ein reger Austausch künstlerischer Erfahrungen entstanden.
Ende September 2003 war die Rösrather Künstlerin Heike Kehres-Woost mit einer
Ausstellung ihrer Exponate in Chavenay zu Gast. Dabei fand auch ein Wiedersehen
statt mit Beatrice Soiron, die gleichfalls in Chavenay zu Hause ist.

G. Pasty, H. Kehres-Woost, Bürgermeister von Chavenay
Die Kantorei Volberg in Chavenay
Bei blauem Himmel und wohl temperiert kamen die über 50 Chormitglieder der Kantorei
Volberg, Instrumentalisten und mitfahrenden Rösrather Bürger am Nachmittag des
20. Juni in der Partnerstadt Chavenay an. Angesagt waren der Gegenbesuch der
Kantorei, ein Konzert am 21.Juni in der "Eglise St. Pierre de Chavenay" und die
musikalische Teilnahme an einer gemeinsamen Messe am 22. Juni in der Kirche von
Feucherolles. Unter der Leitung von Doris Röskenbleck und Yvon Baley sangen und
musizierten die beiden Chöre aus Rösrath und Chavenay, die Sopranistin C. Leroy,
an der Orgel E. Leroy, die 3 Rösrather Instrumentalisten I. Kellermann, A. Sturmberg,
U. Thrun und das Orchestre International. Zu den Höhepunkten zählte der gemeinsame
Auftritt der Chöre mit: "Notre Pere" und "Ich lobe meinen Gott".
Wenn auch die Musik im Vordergrund stand, beeindruckt haben vor allem die hohe
Kultur der Gastfreundschaft unserer Freunde in der anmutigen Landschaft des Pays
de Gallie und die abwechslungsreichen Begegnungen. Ob im familiären Kreise der
Gastgeber, bei denen die meisten von uns untergebracht waren, ob bei dem
kulinarischen Abend im Garten der ferme Brillon nach dem Konzert, überall wurde
das Band gegenseitiger Sympathie sichtbar. Nachzutragen ist der Besuch des
Versailler Schlosses und seiner Gärten, der bei gleichfalls strahlendem Wetter
die Reise und den Besuch glanzvoll abrundete.
Herbstwanderung im Pays de Gallie
Die Jagdhornbläser kündeten den Aufbruch an. 50 Rösrather Bürgerinnen und Bürger
folgten ihrem Ruf und fuhren vom 17.-19. Oktober mit dem Bus nach Frankreich,
um das Pays de Gallie in seiner herbstlichen Stimmung kennen zu lernen und unter
kundiger Führung zu durchwandern.
Eingebettet in eine reizvolle Landschaft, verwöhnt durch ein beschwingtes Programm
und die großzügige Gastfreundschaft unserer französischen Gastgeber wurde diese
Reise zu einem grandiosen Erlebnis. Darbietungen der Jazz-Dance-Gruppe von St.
Nom La Breteche, des Bläsercorps und des spontan gebildeten deutsch-französischen
Chors unter der Leitung von Mme Hicks gaben der Begegnung einen besonderen Kick.
Städtepartnerschaft in der Diskussion
Eine Veranstaltung besonderer Art war der 1. Deutsch-Französische Dialog im
Bürgerforum von Rösrath am 26. November, der mit über 150 Teilnehmern die
Erwartungen bei weitem übertroffen hat und mit einem Grußwort des Bürgermeisters
Dieter Happ begann. Zum Thema "Städtepartnerschaft im 21. Jhdt," zogen unter der
Gesprächsleitung von Gerard Foussier (Deutsche Welle) die jeweiligen
Partnerschaftsbeauftragten Georges Pasty und Rainer Mauer, Doris Röskenbleck
(Kantorei Volberg), Rudolf Herrmann (Deutsch-Französisches Jugendwerk), Ivan Batard
(club des affaires franco-allemandes), sowie Bettina Richter und Klaus-Armin Pfiffer
(Freiherr-vom-Stein-Gymnasium) Bilanz der bisherigen Partnerschaftsarbeit.
Gemeinsam mit den Teilnehmern diskutierten sie ein Szenario zukünftiger
Partnerschaftsaktivitäten, die sich an den Wünschen der Bürger orientieren.
Zu einem intensiveren Miteinander in der Partnerschaft zu motivieren, war das
eigentliche Ziel der Veranstaltung. Das Spektrum der Interessen und Wünsche
reichte von Sprache und Begegnungen, Austausch von Jugendlichen innerhalb der
Familien, Praktika, über gemeinsame Projekte in Kunst und Musik (Musikschule),
gemeinsame Schülerprojekte auch außerhalb der Partnerregion, bis hin zu Sport
und Spiel (Golf, Boule, Bridge).
Illustriert wurde der Dialog durch eine "Talk-Show" von Schülern des
Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums unter der Leitung
von Herrn Dr. Hagenberg zum Thema: "Wie sehen wir die Franzosen, wie die Franzosen
uns". Ohne Zweifel war diese Einlage ein voller Erfolg und hat alle Anwesenden gleichermaßen in
ihren Bann gezogen.

Talk-Show mit Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums
Als erstes Ergebnis ist in der Zwischenzeit zu berichten, dass ein gutes Dutzend
Rösrather Bürger sich bereiterklärt haben, aktiv bei zukünftigen Partnerschaftsprojekten mitzuwirken.
Alle Jahre wieder
Das Jahr klang aus mit dem Weihnachtsmarkt am 3. Adventssonntag in Hoffnungsthal.
Am dortigen Partnerschaftsstand, überwiegend versorgt durch unsere belgischen
Freunde aus Veurne, konnte jeder Passant bei einem "klaren" Tropfen über seine
Partnerschaftserlebnisse des Jahres reflektieren.
Klaus Baldus
Weitere Beiträge
der 1. Ausgabe 2004
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S. Pasty, B. Soiron, C. Massot
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