Pressespiegel 2005
Bergische Landeszeitung 28.11.2005

"Neu nachdenken über Europa"
3. Deutsch-Französischer Dialog des Rösrather Partnerschaftskomitees
von Sigrid Schulz
Zum dritten Mal hatte das Partnerschaftskomitee der Stadt Rösrath zum Deutsch-Französischen
Dialog geladen, diesmal wurde "Europa vor Ort - Kommunalpolitische Optionen und
Städtepartnerschaft" diskutiert.
Höchst interessant war die Einführung durch Uwe Zimmermann vom "Europabüro des
Deutschen Städte- und Gemeindebundes". "Zwei Drittel aller Vorschriften, die für die Kommunen
von Belang sind, stammen ursprünglich aus Brüssel". Dazu gehörten auch Einkauf von
Schulbüchern und öffentliche kommunale Dienstleistungen.
Das Diskussionsforum mit Herbert Reul (Mitglied des Europäischen Parlaments,
Dr. Ortwin Weltrich (Handwerkskammer Köln), Dr. Jürgen Wilhelm und Uwe Zimmermann
wurde von Gerard Foussier von der Deutschen Welle moderiert. In der Diskussion
ging es unter anderem um die Ablehnung der EU-Verfassung per Abstimmung der Bürger
durch die Niederlanden und Frankreich. Die Verfassung sei, so Dr. Weltrich, ein typisches Brüsseler
408 Seiten starkes Produkt. "Fragen Sie mal, wie viele Politiker wissen, was da drin steht."
Herbert Reul sah in der negativen Abstimmung eine Chance zur Konzentration auf das Wesentliche.
Der Verfassungsvertrag sei von höchster Bedeutung, aber kritisches Überlegen angebracht.
Vor allem müsse gefragt werden "Muss diese Regel sein oder können wir darauf verzichten."
Dr. Wilhelm sah die Verfassung als "Kopfgeburt" von tausenden Beamten. Der wichtigste
Erfolg der EU sei die dauerhafte Abwesenheit von Krieg. Das sei eine historische Leistung.
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siehe auch: Impressionen vom 3. Deutsch-Französischen Dialog am
25.11.2005
Anmerkung:
Wir bedanken uns bei der "Bergischen Landeszeitung"
für die freundliche Unterstützung unseres
Pressespiegels.
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