Begegnungen in 2007
Tradition und neue Akzente charakterisieren das
breitgefächerte, farbenfrohe Programm der vergangenen
Monate. Nicht Routine oder – frei nach einem bekannten
Werbeslogan – das Übliche (...Madame) waren angesagt,
nein, Vertrautheit untereinander und Überraschungen gaben
den Ausschlag.
„Optischer Höhepunkt“ der bisherigen Begegnungen
in diesem Jahr war die Einweihung der „Allée de
Rösrath“ am 12. Mai in St.-Nom-la-Bretèche,
nach dem “Place de Rösrath” in Chavenay nunmehr
der zweite Ort, an dem wir Rösrather unseren
französischen Freunden sehr nahe gekommen sind. Die
Singgemeinschaft Hoffnungsthal und rund 20 Bürger/innen
unserer Stadt hatten sich vom 11.-13. Mai auf den Weg ins Pays de
Gallie gemacht, um dem Ereignis vor Ort ihre Referenz zu
erweisen. Gemeinschaftlich stimmten der deutsche und der
französische Chor die Europäische Hymne an. Erik
Pregler, Stellvertreter unseres Bürgermeisters, hatte die
Ehre der „Enthüllung“. Er war zum ersten Mal
dabei und versicherte anschließend, dass dieser Besuch
für ihn ein Schlüsselerlebnis gewesen sei. Zum
wiederholten Male von der Partie waren die Rosenows sen.,
Urgesteine der Partnerschaft, die sich auch freuen, wenn sie
Gäste aufnehmen können. Sie sind vertraut mit Land,
Menschen, Gebräuchen und genießen das.

Krönender Abschluss der Reise: ein Spaziergang in Giverny
durch Haus und Garten von Claude Monet, dem Impressionisten mit
den berühmten Teerosen.
Der Gegenbesuch ließ nicht lange auf sich warten. Rund 30
französische Gäste gaben uns vom 1.-3. Juni das
Vergnügen, gemeinsame Stunden zu verbringen. Auch hier waren
„alte Bekannte“ zu Gast, z.B. die Familien: Khosla
bei Mauer, Pasty bei Reuver, Conradsson bei Porten, Martine
Hoffmeister bei Baldus. Für Überraschung sorgte indes
die Anwesenheit von drei jungen Damen der Altersgruppe 14-17
Jahre: Alicia, Alice und Cassandra, die heimlich erhofft hatten,
hier in Köln die Musik-Gruppe „Tokio Hotel“ zu
sehen. Leider war dies nicht möglich. Den Besuch der
historischen Papiermühle in Bergisch Gladbach fanden die
Drei aber auch nicht schlecht. Überhaupt setzte das Programm
mit einer Führung durch das „mittelalterliche“
Zons, dem Besuch des Kaiserdoms zu Aachen und seiner Schatzkammer
Akzente. Leider erwies sich, dass Karl der Große, Ahnherr
von Deutschen und Franzosen, eigentlich belgischer Abstammung
war. So genau sollte man das nicht sehen. Eingebettet in den
Besuchsablauf war am 2. Juni der diesjährige
Partnerschaftsabend für alle unsere Freunde, zu dem wir
diesmal auch unsere französischen Gäste
begrüßen konnten. Rund 120 Personen erlebten einen
vergnügten Abend mit allerlei lukullischen und musikalischen
Überraschungen. Unter dem Motto „Musik
verbindet“ traten alle Anwesenden gesangsmäßig
in Erscheinung, hervorzuheben sind die musikalischen Einlagen
von: Jens Müller-Herrou (Gitarre), Dieter Medenus (Klavier),
Singgemeinschaft Hoffnungsthal, Heidi Ehrhardt-Nocken + dem Trio
Piccolo mit Rebecca Fehn, Roya Schildgen, Luise Tavera.

Heidi Ehrhardt-Nocken ist durch ihre weihnachtlichen Auftritte
mit ihrem Trio im Pays de Gallie mittlerweile Mediator unserer
Partnerschaft - oder in Französisch: une complice -
geworden, beliebt und vertraut hier wie dort. Von der Veurnefahrt
des Cäcilienchores Hoffnungsthal werden wir ausführlich
im nächsten Heft berichten. Zu den traditionellen
Begegnungen gehörten selbstredend die alljährliche
Teilnahme an der Büßer-Prozession in Veurne unter der
bewährten Leitung unseres Bürgermeisters Happ, die
Teilnahme der Veurner Schutters am Rösrather
Schützenfest und der zunehmende gegenseitige
Praktikantenaustausch von Schülern in der Ferienzeit.
Klaus Baldus
Weitere Beiträge der 9.
Ausgabe 2007
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Allée de Rösrath |