Jugend in der Städtepartnerschaft
Interview mit Holger Wondratschek, Leiter
des neuen Arbeitskreises
Herr Wondratschek, Sie haben zusammen mit
Frau Kohlgrüber und Frau Müller-Daiker viele
interessante Ideen entwickelt, wie man die
Begegnungen der Jugend attraktiv gestalten kann.
Schon in unserem ersten Gespräch kamen wir in
einem Punkt sehr schnell überein: ein attraktives
Angebot gestaltet sich vor allem durch die Komponente
"Spaß". Jugendliche, so meine Erfahrung,
sind insbesondere für Projekte zu begeistern, die
vielfältig erfahrbar sind. Ein einfaches Beispiel
sind Sport-Events, die durch die eigene Teilnahme
und den möglichen Erfolg zu besonderen
Leistungen anspornen.
Wie sieht Ihre Planung aus?
Ziel ist, für das kommende Jahr die ersten Projekte mit den
Partnern aus Frankreich und Belgien durchzuführen, die in
den Jahresrhythmus integriert werden können und sie sollen
zu einem festen und wiederkehrenden Erlebnis im Leben der
Stadt Rösrath werden.
Sie denken dabei sicher an das so erfolgreiche Angebot des
Jugendzentrums, das Sie in Rösrath leiten, die alljährlich stattfindende
Stadtranderholung?
Ja, diese Ferienaktion hat Tradition, sie findet seit 1982 statt
und ist, so die Stimmen vieler Eltern und Kinder, nicht mehr aus
der Angebotsstruktur der Jugendarbeit in Rösrath wegzudenken.
So soll es auch mit den Projekten des Arbeitskreises werden. Im
Hinblick darauf gilt es, bestehende Kontakte zu verfestigen und
neue engagierte Personen aus den jeweiligen Regionen für den
europäischen Jugend-Gedanken zu gewinnen. Erst eine breite
Etablierung wird zu vielversprechenden Ergebnissen führen.
Nun zu Ihrer Person. Dass Sie der Leiter des Jugendzentrums
Rösrath sind, habe ich schon erwähnt. Wir möchten Sie auch
"privat" kennenlernen.
Ich denke, der berufliche Holger Wondratschek kann am besten
von Kollegen und Jugendlichen beschrieben werden.
Daher möchte ich, um meine Person zu skizzieren, hier ein paar
Stationen meines Lebensweges aufzeigen. Geboren wurde ich
1973 in Troisdorf, wo ich nahe der Siegauen aufwuchs. Meine
schulische Laufbahn absolvierte ich am Collegium Josephinum
in Bonn. Dem Abitur folgte ein Studium der Sozialarbeit in Köln,
meine berufliche Ausrichtung wurde bereits zu diesen Zeiten
von jahrzehntelanger Erfahrung in Jugendverbänden geprägt.
Nach einer Tätigkeit in einem städtischen Jugendamt, wechselte
ich 2000 als pädagogischer Mitarbeiter in die Kath. Jugendfreizeitstätte
Rösrath, deren Leitung ich 2002 übernahm.
Ich weiß, welch guten Ruf die Arbeit des JuZe hat und welch
großes Engagement dahinter steht. Herr Wondratschek, woher
nehmen Sie eigentlich die immer gute Laune und die Kraft?
Der Elan für die Aufgaben des Berufs entspringt langen entspannenden
Ausdauerläufen am Rheinufer meiner heutigen
Heimatstadt Bonn, wo ich mich noch ehrenamtlich für einen
großen Sportverein engagiere.
Herzlichen Dank für das Gespräch.
(Das Gespräch führte Christa Trué)
Weitere Beiträge
der 4. Ausgabe 2005
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JuZe-Leiter Holger Wondratschek
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